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Putativnotwehr

Sobald ein Täter denkt, es liegen die für eine Notwehr erforderlichen Voraussetzungen vor, sich dann wehrt, diese aber irrtümlicherweise gar nicht vorliegen handelt es sich um Putativnotwehr. Der Täter geht also von einem vermeintlichen Angriff auf sich aus. Der Begriff Putativnotwehr kommt aus der allgemeinen Strafrechtslehre und leitet sich von dem lateinischen putativ – glauben, meinen – ab.

Ein Bespiel für Putativnotwehr wäre ein Jäger der denkt es ziele jemand mit einer Waffe auf ihn und der Jäger im Gegenzug dann auf diese Person schießt. Es stellt sich dann allerdings heraus, dass die Person nur mit einem Stock auf ihn gezeigt hat. Der Jäger hat in diesem Fall in putativer Notwehr gehandelt, da er von einem vermeintlichen Angriff auf sich ausgegangen ist.